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November Növelet "Magic"
Die Veröffentlichungspolitik Galakthorrö's setzt bekanntermaßen auf Qualität statt Quantität. Die letzte Veröffentlichung des Nebenprojektes von Haus Arafna liegt nun über 8 Jahre zurück. Selbstverständlich ist der Angst-Pop-Jünger gespannt, was sich in 8 Jahren geändert hat und womit zu rechnen ist.
Mr. und Mrs. Arafna bieten im Grundtenor ähnliche Kost wie auf dem 1999 erschienenen „From Heaven On Earth“: viele (überwiegend analoge) Klangspielereien, eine morbid-melancholische Atmosphäre und weibliche Vocals.
Ein gewisser Unterschied ist für mich aber der unverkennbare Pfad in Richtung Eingängigkeit und seichtere Klänge. „Magic“ entfernt sich noch weiter vom Hauptprojekt „Haus Arafna“ und erreicht somit eine deutlich eigenständigere Note. Das neue Album wirkt auf mich auch nicht mehr so verstörend und kühl wie noch der Vorgänger. Auch Mrs. Arafna's Stimme rückt weiter in den Vordergrund und versteckt sich nicht mehr so sehr hinter den oszillierenden Klangwänden.
Die düster-romantischen Melodien bewegen sich auf „Magic“ eher in hoffnungsvollere Gefilde ohne aber den melancholischen Grundpfad zu verlassen. Eine tolle Symbiose, die den Hörer das gesamte Album hindurch gefangen nimmt und meiner Meinung nach mehr fesselt als beim Vorgänger.
Neben der Stimme kommt folglich auch den Lyrics eine höhere Bedeutung zuteil. Die Stimmung wird also durch Klänge, Stimme und Text vermittelt; auf „From Heaven On Earth“ lag der Schwerpunkt klar auf den Klängen und „das Menschliche“ bewegte sich im Hintergrund.
Klare Höhepunkte des Albums sind „Street Of Lost Hearts“, „Free“ und der überwältigende Titeltrack „Magic“. Letzterer wäre als schnellster und ohrwurmlastigster Titel des Albums auch durchaus tanzflächengeeignet. Für mich ein Titel wie ich ihn selten gehört habe.
Das Artwork hat mich sehr postiv überrascht: Zum ersten Mal darf ich ein Digipak von Galakthorrö in den Händen halten. Wie zu erwarten war , bewegt man sich auch beim Artwork und der Bookletgestaltung auf höchstem Niveau.
Neben der unlimitierten CD-Veröffentlichung gibt es Galakthorrö-typisch auch wieder eine Vinyl-Ausgabe mit einer 721-Stück-Limitierung.
Fazit: Nach dem Hören von „Magic“ ist die lange Wartezeit nahezu vergessen gemacht, so unvergleichlich lassen die 12 Titel den Hörer dahinschmelzen. Ein Album, dass man einfach verschlingt und bei dem man gar nicht wirklich merkt wie schnell es eigentlich vorbei ist. „Magic“ ist anders als sein Vorgänger: eingängiger, vielschichtiger und frischer. Für mich ist es damit im Vergleich auch das bessere Album. (10 von 10 Punkten)
Anspieltips: Magic, Free, Street Of Lost Hearts
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