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November Növelet "Magic"
Acht Jahre nach "From Heaven On Earth" folgt das zweite Album des Duos. Fanden sich auf dem Debut mit "Misanthropy" relativ treibende Tracks, ist der Nachfolger wesentlich homogener und in sich geschlossener. Es wird weitgehend auf Transgression verzichtet (war schon der Vorgänger bezogen darauf von dem Hauptprojekt Haus Arafna relativ weit entfernt, gab es immer(hin) noch das an Joel Peter Witkin erinnernde Anthropofagentableau im Booklet) visuelle Parallelen finden sich dann nur bei den bearbeiteten Waldbildern. Man hört sehr melodische analoge Klänge, die durchweg auch durch den (Sprech-)Gesang eine ganz eigen(artig)e Form von Melancholie erzeugen. Getragenere Songs wechseln sich mit leicht rhythmischen ab, wobei letztlich hauptsächlich das Titelstück für die Tanzfläche geeignet ist. Spannend sind die Kleinigkeiten (wie z.B. die Atem(?)geräusche bei "Awakening" und die seltsamen Sounds bei "I Want You") und interesanter Weise klingen Passagen so, als stammten sie aus der Frühphase Depeche Modes (so etwa zur Zeit von "Speak And Spell" als Referenz aber "Ice Machine" und nicht etwa "Just Can't Get Enough"). Was (erneut) auffällt ist, dass Herr und Frau Arafna nicht nur eine Liebe zum (Klang-)Detail haben und ein Händchen für Soundgestaltung, sondern gerade auch ein Talent für Melodien (ein Beispiel unter vielen ist "Street Of Lost Hearts"). Eine tolle Platte und ein Quantensprung zum auch schon gelungenen Erstling. Sozusagen "a second birth" um einen Song des Albums zu zitieren.
M.G.
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Das Label Galakthorrö sind ein Phänomen in der hiesigen Industrial-Szene und dies vor allem in Zeiten der musikalischen Stagnation wie absolut rückläufigen Verkaufszahlen. Die Produkte des Labels finden immer reißend Absatz und selbst die nicht gerade knapp bemessenen Vinyl-Editionen sind meistens sehr schnell ausverkauft. So auch gerade bei der auf 721 Stück limitierten LP von November Növelet passiert, dem Nebenprojekt von Haus Arafna, die mit "Magic" einen phantastischen Nachfolger zum Debüt-Album "From Heaven On Earth" vorlegen. Allerdings hat sich in den rund 8 Jahren dazwischen so einiges getan und jetzt machen November Növelet endlich wirklich den Angst Pop, der uns ja von Galakthorrö schon lange versprochen wurde, aber dieses Versprechen für mein Verständnis musikalisch noch nie so richtig eingehalten wurde. Weniger Industrial und mehr gespenstische Minimal Electronic mit analogem Flair durchziehen die 12 Tracks auf "Magic", deren zum Teil eingängigen Rhythmen mit deutlichen Widerhaken ausgestattet sind. Das Sahnehäubchen sind jedoch die ätherischen Vokals von Mrs. Arafna, die auf der einen Seite verdammt erotisch klingen, aber auf der anderen recht verstörend wirken. Das klingt dann am Ende manchmal wie Human League im Helium-Rausch oder Client auf Valium und eine wirklich sehr ausgefeilte Produktion bringt weiteren Hörgenuß, welche in diesem Bereich endlich mal die High End-Anlage rechtfertigt. Eines der Top 10 Alben des Jahres 2007!
M.F.
[Black : Ausgabe 47 : Herbst 2007]
www.blackmagazin.com
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